Das Spiel eröffnet vielfältige Möglichkeiten in der heilpädagogischen Begleitung und Entwicklungsförderung: Sowohl die Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung als auch die diagnostischen und förderorientierten Aspekte sind im Spiel begründet.

In der Ausbildung und im Studium ist das Spiel als Grundphänomen personaler Existenz (Gröschke) ein wichtiger Inhalt – in der Theorie der Didaktik und Methodik heilpädagogischer Handlungskonzepte sowie in der praktischen Ausbildung und der begleitenden Praxisberatung.

In der Lehre stellt sich die Frage, wie Spiel theoretisch vermittelt werden kann und sich die Studierenden das Grundlagenwissen erschließen können, um Handlungskompetenzen zu entwickeln. Auf der Basis zweier zentraler Handlungskonzepte im Schwerpunkt Spiel lässt sich die Zielstellung entwickeln und das Spektrum des methodischen Vorgehens erarbeiten. So wird ein Lernprozess angestoßen, der den Studierenden ein zielgerichtetes und theoretisch begründetes Handeln ermöglicht, das in der praktischen Ausbildung bzw. im Praxissemester Anwendung findet.

Die begleitende Praxisberatung fokussiert auf die Frage, wie Bildungsprozesse ermöglicht werden können, die in heilpädagogische Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz münden und eine wertgeleitete Haltung vermitteln. In der Orientierung auf dieses Ziel wird im Rahmen der begleitenden Praxisberatung das Spiel des Kindes gezielt beobachtet und eingeschätzt, das methodische Vorgehen geplant, durchgeführt und die Beziehungsgestaltung im Spielprozess reflektiert. Die Reflexion wird von den Lehrenden fragend begleitet und angeregt, sowohl im Hinblick auf den Bedarf des Kindes und die Teilhabechancen als auch die Rolle der Studierenden als Fachkraft.

Zusammengefasst werden folgende Aspekte erarbeitet:

  • Didaktische Aufbereitung der Spieltheorie in ihren unterschiedlichen Dimensionen zur Wissensvermittlung,
  • Analyse der heilpädagogischen Handlungskonzepte im Spiel zur Differenzierung der Methodenkompetenz,
  • Reflexion der Spielpraxis in der Begleitung eines Lernprozesses zur heilpädagogischen Haltungsbildung.

Bitte bringen Sie zum Austausch die von Ihnen verwendeten Fachbücher zum Thema Spiel mit. Für die Gestaltung der begleitenden Praxisberatung sind Lehrvideos hilfreich. Wenn Sie ein Video zur Verfügung stellen können, wenden Sie sich bitte im Vorfeld an Barbara Schroer (bcu.schroer@web.de).

Kurs-Nr.: 19 LL 3

Spiel – Das zentrale Medium in der Heilpädagogik

Referentin:
Barbara Schroer
Termin:
Donnerstag, 23. Mai 2019, 10:00 – 18:00 Uhr
Freitag, 24. Mai 2019, 09:00 – 17:00 Uhr
Umfang:
16 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
12. April 2019
Zielgruppe:
Lehrende an Fach- und Hochschulen der Heilpädagogik
Teilnehmerzahl:
20
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Würzburg
Kosten:
BHP Mitglieder 250,00 € | bis 01.02.2019: 235,00 €
Nichtmitglieder 310,00 € | bis 01.02.2019: 295,00 €