Lehre für Lehrende

Heilpädagogische Ausbildung braucht heilpädagogische Professionalität!

Lehrende an Fach- und Hochschulen für Heilpädagogik haben die Aufgabe, die Studierenden so in ihren Lern- und Bildungsprozessen zu begleiten, dass diese heilpädagogische Wissens-, Methoden-, Handlungs- und Personalkompetenzen entwickeln und zu einer eigenen heilpädagogischen Berufsidentität zusammenführen. Vorherige praktische Erfahrungen in der Tätigkeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen müssen so dekonstruiert werden, dass sie sich nicht schädigend auf die professionelle Identität auswirken, sondern als Ausgangslage für eine Vertiefung und Erweiterung von Professionalität anerkannt werden.

Für diese besondere Aufgabe ist ein stets aktuelles Fachwissen notwendig, das ergänzt wird durch ein Reflexionsforum, dem die speziellen Herausforderungen bekannt und vertraut sind, so dass gegenseitige Unterstützung wirksam werden kann.

Die EAH hat speziell für die Zielgruppe der Lehrenden als ergänzende Unterstützung Weiterbildungen entwickelt, die aktuelles heilpädagogisches Fachwissen so aufbereiten, dass es im eigenen Unterricht genutzt werden kann. Besonderen Gewinn können die Teilnehmenden dadurch erfahren, dass Lehrende aus allen Bundesländern angesprochen sind, so dass ein Austausch über die Grenzen des eigenen Bundeslandes hinweg erfolgen kann.

Da nur Lehrende zugelassen sind, ist für Austausch in einem geschützten Rahmen gesorgt.

Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrende aus dem EAH Programm 2019
  • Anderen etwas beibringen? Lernprozesse Erwachsener begleiten | 19 LL 1
    Bei Lernenden an Fach- und Hochschulen der Heilpädagogik handelt es sich um erwachsene Lerner, die schon auf eine ausführliche eigene Lernbiografie zurückblicken. Lehrende stehen vor der Herausforderung, hier anzuknüpfen, darauf aufzubauen und eigene Inhalte zu vermitteln. Ob das geht, wie das geht und was dabei zu berücksichtigen ist, ist Gegenstand dieser Tagesveranstaltung. In einem geschützten Rahmen ...

  • Innovationspotenzial der ICF für heilpädagogisches Handeln | 19 LL 2
    Die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) wurde durch die Weltgesundheitsorganisation entwickelt, um eine einheitliche Sprache für Leistungsnehmer, Leistungserbringer und Leistungsträger über den Unterstützungsbedarf der betroffenen Person und mögliche Maßnahmen zu finden. In der ICF wird von einem bio-psycho-sozialen Modell von Behinderung ausgegangen, auf das die UN-Behindertenrechtskonvention zurückgreift und auf dem sie basiert. Mit ...

  • Spiel – Das zentrale Medium in der Heilpädagogik | 19 LL 3
    Das Spiel eröffnet vielfältige Möglichkeiten in der heilpädagogischen Begleitung und Entwicklungsförderung: Sowohl die Kontaktaufnahme und Beziehungsgestaltung als auch die diagnostischen und förderorientierten Aspekte sind im Spiel begründet. In der Ausbildung und im Studium ist das Spiel als Grundphänomen personaler Existenz (Gröschke) ein wichtiger Inhalt – in der Theorie der Didaktik und Methodik heilpädagogischer Handlungskonzepte sowie in ...

  • „Durch die rechtliche Brille“: Soziale Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen | 19 LL 4
    In den Sozialgesetzbüchern der Bundesrepublik Deutschland finden sich u. a. die Rahmenbedingungen heilpädagogischen Handelns. In Ausbildung und Studium zur Heilpädagogin wird das wichtige Ziel verfolgt, den Studierenden diese Rahmenbedingungen zu vermitteln und somit das advokatorische Eintreten für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen zu ermöglichen. Die Bedingungen sozialer Teilhabe stellen hier einen wichtigen ...

Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrende aus dem EAH Programm 2018