Die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) wurde durch die Weltgesundheitsorganisation entwickelt, um eine einheitliche Sprache für Leistungsnehmer, Leistungserbringer und Leistungsträger über den Unterstützungsbedarf der betroffenen Person und mögliche Maßnahmen zu finden. In der ICF wird von einem bio-psycho-sozialen Modell von Behinderung ausgegangen, auf das die UN-Behindertenrechtskonvention zurückgreift und auf dem sie basiert.

Mit der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes im Dezember 2016 ist die ICF- bzw. Teilhabeorientierung bindend für die Hilfebedarfsermittlung in Deutschland geworden. Demzufolge müssen Instrumente der Hilfebedarfsermittlung neu betrachtet werden; in verschiedenen Bundesländern wurden und werden neue Verfahren der Hilfebedarfsermittlung entwickelt (z. B. Bedarfsermittlungsinstrument Niedersachsen: B.E.NI; Bedarfsermittlungsinstrument Nordrhein-Westfalen: BEI_NRW).

In dieser Veranstaltung wird zunächst das bio-psycho-soziale Modell herausgearbeitet. Im zweiten Schritt wird die Systematik der Items in den Blick genommen; nicht mit der Absicht, Kodierregeln o. Ä. zu erlernen, sondern zu begründeter Kritik an verschiedenen Strategien zu werden, mit denen verschiedene Konzepte und Instrumente sich das „Gütesiegel“ der ICF-Basierung verdienen wollen.

Auf Grundlage dieser beiden Schritte wird das Innovationspotenzial der ICF für praktisches und konzeptionelles Arbeiten in der Heilpädagogik betrachtet und reflektiert.

Kurs-Nr.: 19 LL 2

Innovationspotenzial der ICF für heilpädagogisches Handeln

Referent:
Dr. Stefan Thesing
Termin:
Donnerstag, 28. März 2019, 10:00 – 18:00 Uhr
Umfang:
8 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
22. Februar 2019
Zielgruppe:
Lehrende an Fach- und Hochschulen der Heilpädagogik
Teilnehmerzahl:
20
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Hannover (b)
Kosten:
BHP Mitglieder 185,00 € | bis 01.12.2018: 175,00 €
Nichtmitglieder 230,00 € | bis 01.12.2018: 220,00 €