Ein Modul der Weiterbildungsreihe „Heilpädagogische Traumaarbeit“.

In der Traumaforschung wird mittlerweile wahrgenommen, dass nicht nur große und dramatische Ereignisse Traumafolgestörungen auslösen können, sondern dass Menschen, vor allem im Kindesalter, durch Vernachlässigung, inadäquate Versorgung und Misshandlungen (chronischen) Erfahrungen ausgesetzt sind, die ein posttraumatisches Störungsbild zur Folge haben. Häufig kommen die Verursacher/innen aus dem Nahbereich des Kindes. Kinder- und Jugendpsychiater sagen, es gäbe viel zu viele davon.

Gemäß den Erkenntnissen der letzten Jahre aus der Hirnforschung sind systemtherapeutische Lösungswege die geeignetsten Verfahren, um verstrickte Beziehungen innerhalb der Familie zu lösen und damit Kinder vor weiteren Traumatisierungen zu schützen. Deshalb wird der Fokus immer wieder auf die Familie gerichtet sein.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen erarbeiten:

  • Traumatisierende Ereignisse und Traumafolgestörungen im Zusammenhang zum Entwicklungsalter (Säugling und Kleinkind, Kindheit, Jugend) beschreiben,
  • Co-traumatisierende Prozesse innerhalb der Familie erkennen,
  • die These einer transgenerationalen Weitergabe traumatischer Erfahrungen diskutieren und Ansätze erarbeiten, diese Prozesse zu durchbrechen,
  • Folgen unverarbeiteter Elterntraumata in der Eltern-Kind-Beziehung erkennen,
  • Entscheidungskriterien kennen, ob der Verbleib des Kindes in der Familie dem Kindeswohl dient oder es fremd betreut werden muss,
  • komplexe Traumatisierung definieren,
  • Ressourcen und Resilienzfaktoren innerhalb der Familie identifizieren,
  • die systematische Trauma-Intervention üben,
  • systemische und andere Lösungsmöglichkeiten in der Arbeit mit Eltern erörtern.
Kurs-Nr.: 19 W 11.2

Basismodul II: Traumafolgestörungen im Zusammenhang zum Entwicklungsalter

Referentin:
Dr. Mathilde Tammerle-Krancher
Termin:
Freitag, 17. Mai 2019, 15:30 – 19:00 Uhr
Samstag, 18. Mai 2019, 09:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 19. Mai 2019, 09:00 – 12: 30 Uhr
Umfang:
16 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
29. März 2019
Zielgruppe:
Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
Teilnehmerzahl:
16
Unterkunft:
ist in den Kosten enthalten
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Regensburg
Kosten:
BHP Mitglieder 345,00 € | bis 01.02.2019: 330,00 €
Nichtmitglieder 400,00 € | bis 01.02.2019: 385,00 €