Ein Modul der Weiterbildungsreihe „Heilpädagogische Traumaarbeit

Geschichten haben in der (heil-)pädagogischen und therapeutischen Arbeit eine lange Tradition. In der Trauma-Arbeit können Geschichten auch im vorsprachlichen Alter zur Bearbeitung von belastenden Ereignissen eingesetzt werden. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder von sich aus auf Märchen zurückgreifen, die sie mit ihrer Lebensgeschichte in Verbindung bringen. Diese Beobachtung wird aufgegriffen, um eine individuelle Geschichte für eine Person zu entwickeln.

Das Ziel der Geschichte ist u. a. den Ereignissen eine narrative Form und damit einen Sinn zu geben, damit das Kind (und die Eltern) das Ereignis in die eigene Biographie integrieren und eine unterbrochene Entwicklung wieder in Gang kommen kann.

Das Narrativ ermöglicht psychischen Abstand und damit Schutz vor Retraumatisierung, obwohl sich das Kind in die Auseinandersetzung mit dem Trauma begibt. Gleichzeitig findet eine Begegnung mit dem verletzten inneren Kind statt.

Im Rahmen dieser Weiterbildung können Sie sich folgende Kompetenzen erarbeiten:

  • auf der Grundlage einer Trauma- und Ressourcenanamnese ein Narrativ entwickeln,
  • den Aufbau eines Narrativs beschreiben,
  • die bedeutsamen Punkte für ein Narrativ darlegen,
  • sich über die Wahl der Protagonistin / des Protagonisten auseinandersetzen,
  • das Entwickeln eines Narrativs in den eigenen Methodenkoffer integrieren.
Kurs-Nr.: 21 W 11.3
Methoden ressourcenorientierter Begleitung IV:
Entwickeln eines Narrativs
Referentin:
Dr. Mathilde Tammerle-Krancher
Termin:
Freitag, 18. Juni 2021, 15:30-19:00 Uhr
Samstag, 19. Juni 2021, 09:00-18:00 Uhr
Sonntag, 20. Juni 2021, 09.00-12:30 Uhr
Umfang:
16 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
14. Mai 2021
Zielgruppe:
Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
Teilnehmerzahl:
16
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Hotel Luise
Sophienstr. 10
91052 Erlangen
Webseite
Kosten:
BHP Mitglieder 310,00 €
Nichtmitglieder 405,00 €