In Zusammenarbeit mit dem Verein für Gestaltbildung e.V. – Arbeit am Tonfeld®

Das Erreichen des Menschen, der in seiner persönlichen Entwicklung unterstützt werden soll, stellt Heilpädagoginnen und Heilpädagogen in unterschiedlichen Zusammenhängen immer wieder vor neue Herausforderungen. Die Bedürfnisse, die zu berücksichtigen sind, sind individuell, vielschichtig und hoch spezifiziert. Sie fordern neben einem hohen Maß an Kompetenz und Flexibilität eine innere Klarheit zum eigenen Begleitungsansatz.

Der gelingende Beziehungsaufbau braucht die Überwindung der Distanz zum Anderen und zwar gerade so weit, dass die Person sich in der Lage sieht, eigeninitiativ mit der Welt in Kontakt zu treten. Dieser Zwischenraum ist häufig sehr stark von Seiten der Heilpädagogin oder des Heilpädagogen zu füllen. Die Haptik bietet die Möglichkeit für eine phänomenologisch fundierte Herangehensweise. Als Nahsinn nutzt sie diesen Raum im Dazwischen anders zur Entwicklung. Sie kann sich in dem Prozess der Bewegung „hin zur Welt“ sehr genau schon mit minimalen vorsprachlichen Bewegungen und Impulsen äußern. Anhand dieser sichtbaren Eigenaktivität können wir früher in einen ressourcenorientierten Dialog treten und Entwicklung fördern. Eigene Handlungsansätze der zu begleitenden Person können aufgenommen und beantwortet werden, Lösungen müssen weniger von außen angeboten werden. Durch dieses dialogische und sinnhafte Tun entstehen Wirksamkeit, Erfüllung und Entlastung in der heilpädagogischen Arbeit auf der Grundlage der bewegungsbezogenen Beobachtung.

Fördermöglichkeiten durch die Haptik werden dargestellt und für den Alltag in der praktischen Anwendung nutzbar gemacht. Als Methode, die die Gesetzmäßigkeiten der Haptik verdichtet nutzt, wird die Arbeit am Tonfeld® mit der dazu gehörenden Haptischen Diagnostik vorgestellt.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • den Stellenwert der Haptik für die menschliche und individuelle Entwicklung kennen,
  • die Zusammenhänge der Haptik anwenden, um den individuellen Entwicklungsdrang aufzugreifen,
  • alltägliche Anlässe effektiver nutzen und dabei Entlastung im beruflichen Tun erleben,
  • haptische Eigenaktivität erkennen und damit den Beziehungsaufbau gestalten,
  • Beratungskompetenz für Eltern- und Fachgespräche erweitern,
  • Einblick in die Arbeit am Tonfeld® als Methode haptischer Entwicklungsförderung bekommen,
  • Grundzüge der haptischen Diagnostik in der Arbeit am Tonfeld kennen.
Kurs-Nr.: 21 E 14
Wie kommt das „Ich“ zum „Du“? – Erfüllte Beziehung in der heilpädagogischen Begleitung haptisch aufbauen und erleben
Referentinnen:
Katharina Kramer | Ina Schott
Termin:
Freitag, 16. April 2021, 15:30-19:00 Uhr
Samstag, 17. April 2021, 09:00-17:00 Uhr
Umfang:
12 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
26. Februar 2021
Zielgruppe:
HeilpädagogInnen und andere pädagogische Fachkräfte
Teilnehmerzahl:
16
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
Berlin (b)
Kosten:
BHP Mitglieder 240,00 €
Nichtmitglieder 295,00 €