Glaubt man an Klassifikation ist scheinbar alles ganz einfach: Sie dient der Kategorisierung und ermöglicht es Diagnosen durch Kürzel ausdrücken. ICD, DSM oder ICF helfen dabei Anteile eines Menschen in allgemein gültige und für Diagnostizierende verständliche Leitlinien zusammen zu fassen. Es ist jedoch nicht möglich einen Menschen in seiner Ganzheitlichkeit abzubilden. Sie bieten lediglich einen Haltepunkt von dem aus wir momentan verstehen und handeln können mit dem Bewusstsein, dass sich der Blick auf den anderen immer wieder korrigieren und verändern wird. Die Ergebnisse der Diagnostik können bestenfalls einen Hintergrund bilden, vor dem wir uns im Handlungsdialog (Kobi) mit dem anderen bewegen. Eine Art Bühnenbild, das irgendwann wechseln wird.

Dieser Beitrag wird Einblicke in die heilpädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen geben.

Eine verantwortungsvolle Heilpädagogische Diagnostik hat den Anspruch und die Aufgabe fortlaufend offen und bereit zu sein, für Veränderungen, die Erweiterung oder Korrektur vorliegender Erkenntnisse oder Annahmen.

Kurs-Nr.: 21 O 1.7
Haltepunkte
Die Umsetzung diagnostischer Erkenntnisse in verantwortungsvolles Handeln – oder: was mache ich jetzt mit den Ergebnissen?
Referentin:
Sandra Leginovic
Termin:
Mittwoch, 23. Juni 2021, 17:00-18:30 Uhr
Anmeldung bitte bis:
17. Juni 2021
Zielgruppe:
HeilpädagogInnen und andere pädagogische Fachkräfte
Teilnehmerzahl:
50
Kosten:
BHP Mitglieder 25,00 €
Nichtmitglieder 40,00 €