In diesem Vortrag soll zunächst aufgezeigt werden, inwiefern die psychoanalytische Heilpädagogik einen Zugang geben kann, schwieriges oder vordergründig nicht begreifbares Verhalten zu verstehen. Hierbei werden HeilpädagogInnen in ihren unterschiedlichen Praxen häufig sehr gefordert. Die Beziehung zu den KlientInnen spielt dabei eine besonders wichtige Rolle, ist das gezeigte Verhalten bzw. die Interaktion der beiden immer in einer irgendwie gearteten Beziehung eingebettet. Wenn man nun aus psychoanalytischer Sicht davon ausgeht, dass es in pädagogischen Alltagssituationen häufig zu Reinszenierungen früherer Beziehungserfahrungen kommt, ergibt sich dadurch eine erweiterte Verstehensmöglichkeit. Die Projektiven Verfahren können dabei eine Hilfestellung sein, ein tieferes Verstehen für das Gegenüber vor dem Hintergrund zugrundeliegender Konflikte, unbewusster Wünsche, Ängste oder auch Aggressionen zu erlangen. Gelingt das Verstehen, können HeilpädagogInnen dazu beitragen korrigierende Beziehungserfahrungen – im Sinne eines Entwicklungsobjekts – für ihre KlientInnen zu ermöglichen.

Kurs-Nr.: 21 O 1.3
HeilpädagogInnen als Entwicklungsobjekte für KlientInnen – Psychoanalytische Heilpädagogik als ‚Verstehensprozess‘ am Beispiel von Projektiven Verfahren
Referentin:
Karolina Goschiniak
Termin:
Donnerstag, 04. März 2021, 17:00-18:30 Uhr
Anmeldung bitte bis:
24. Februar 2021
Zielgruppe:
HeilpädagogInnen und andere pädagogische Fachkräfte
Teilnehmerzahl:
50
Kosten:
BHP Mitglieder 25,00 €
Nichtmitglieder 40,00 €