Ein Modul der Weiterbildungsreihe „Heilpädagogische Diagnostik

Heilpädagoginnen und Heilpädagogen begegnen in ihrem professionellen Alltag Menschen, die sich durch deutlich auffallendes Verhalten auszeichnen. Immer wieder wird nicht erkannt, dass auffälliges Verhalten in mitunter bis zur Unkenntlichkeit verzerrten Bewältigungsstrategien traumatisierender Erfahrungen begründet liegt. Erkenntnisse der Traumatologieforschung in Verbindung mit entwicklungspsychologischen Ansätzen sowie spezielle diagnostische Verfahren eröffnen hier neue Perspektiven, das Verhalten des Gegenübers besser zu verstehen und durch diese neue Sichtweise das Erleben dieser Menschen empathisch begleiten zu können.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:
  • Hirnphysiologische Prozesse in traumatischen Situationen kennen,
  • die Auswirkungen traumatisierender Erfahrungen auf Erleben und Verhalten in Bezug zum Entwicklungsalter beschreiben,
  • diagnostische Verfahren (Trauma-Symptom-Checkliste; Essener Trauma-Inventar für Kinder und Jugendliche, diagnostisches Interview für psychische Störungen im Kindes-und Jugendalter, Geschichtenergänzungsverfahren zur Bindung) kennen,
  • Grenzen der eigenen Profession und Schnittstellen zu anderen Professionen identifizieren, um ggf. für eine weiterführende Diagnostik an andere zu verweisen,
  • traumatisierende Erfahrungen und deren Folgen verstehen und in die Heilpädagogische Diagnostik einordnen.

Kurs-Nr.: 20 W 2.22
Traumata als Erkenntnisziel Heilpädagogischer Diagnostik

Referentin:
Marlene Andress
Termin:
Samstag, 26. September 2020, 10:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 27. September 2020, 09:00 – 12:30 Uhr
Umfang:
12 Einheiten
Anmeldung bitte bis:
21. August 2020
Zielgruppe:
Heilpädagoginnen und Heilpädagogen
Teilnehmerzahl:
20
Verpflegung:
Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort:
München
Kosten:
BHP Mitglieder 210,00 € | bis 01.07.2020: 195,00 €
Nichtmitglieder 260,00 € | bis 01.07.2020: 245,00 €
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