Entwickeln eines Narrativs

Ein Modul der Weiterbildungsreihe „Heilpädagogische Traumaarbeit“.

Geschichten haben in der (heil-)pädagogischen und therapeutischen Arbeit eine lange Tradition. In der Trauma-Arbeit können Geschichten auch im vorsprachlichen Alter zur Bearbeitung von belastenden Ereignissen eingesetzt werden. Die Erfahrung zeigt, dass Kinder von sich aus auf Märchen zurückgreifen, die sie mit ihrer Lebensgeschichte in Verbindung bringen. Diese Beobachtung wird aufgegriffen, um eine individuelle Geschichte für eine Person zu entwickeln.

Das Ziel der Geschichte ist u. a. den Ereignissen eine narrative Form und damit einen Sinn zu geben, damit das Kind (und die Eltern) das Ereignis in die eigene Biographie integrieren und eine unterbrochene Entwicklung wieder in Gang kommen kann. Das Narrativ ermöglicht psychischen Abstand und damit Schutz vor Retraumatisierung, obwohl sich das Kind in die Auseinandersetzung mit dem Trauma begibt. Gleichzeitig findet eine Begegnung mit dem verletzten inneren Kind statt.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • auf der Grundlage einer Trauma- und Ressourcenanamnese ein Narrativ entwickeln,
  • den Aufbau eines Narrativs beschreiben,
  • die bedeutsamen Punkte für ein Narrativ darlegen,
  • sich über die Wahl der Protagonistin / des Protagonisten auseinandersetzen,
  • das Entwickeln eines Narrativs in den eigenen Methodenkoffer integrieren.

 

Kurs-Nr.: 18 W 11.5
Methoden ressourcenorientierter Begleitung I: Entwickeln eines Narrativs

Referentin: Dr. Mathilde Tammerle-Krancher
Termin:
Freitag, 09. Februar 2018, 15:30 – 19:00 Uhr
Samstag, 10. Februar 2018, 09:00 – 18:00 Uhr
Sonntag, 11. Februar 2018, 09:00 – 12:30 Uhr
Anmeldung bitte bis: 15. Dezember 2017
Unterkunft: ist in den Kosten enthalten
Verpflegung: Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort: Regensburg
Kosten:
BHP Mitglieder 330,00 € | bis 01.12.2017: 320,00 €
Nichtmitglieder 395,00 € | bis 01.12.2017: 385,00 €