Marte Meo bedeutet so viel wie „aus eigener Kraft“ und macht deutlich, dass der zugrunde liegende Ansatz an den Entwicklungspotenzialen und Ressourcen von Menschen anknüpft. Die Marte Meo Methode wurde von der Niederländerin Maria Aarts entwickelt und wird in vielen Feldern pädagogischer, pflegerischer und therapeutischer Arbeit angewendet.

Bei der Anwendung der Marte Meo Methode in der stationären und ambulanten Altenhilfe, können Mitarbeitende wie Angehörige als wichtige Bezugspersonen einbezogen werden. Ein Bestandteil der Arbeit mit Marte Meo ist es, mit Hilfe von Videoaufzeichnungen die Interaktionsprozesse zwischen den überwiegend demenziell erkrankten Bewohnerinnen und Bewohnern und den Fachkräften oder Angehörigen festzuhalten.

Dies ermöglicht uns zu erkennen, welche Möglichkeiten demenziell erkrankte Menschen haben, aktiv mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Mit Hilfe der Videointeraktionsanalyse werden Ressourcen und Fähigkeiten in Kommunikation und Interaktion herausgearbeitet und bewusst gemacht und einem konkreten Handlungskonzept zugeführt.

Anhand einzelner Ausschnitte wird analysiert, wo unter anderem demenziell veränderte Menschen Unterstützung erfahren können. Dabei werden die grundlegenden Marte Meo Elemente vorgestellt.

Marte Meo ist ebenso im und für den Sozialraum einsetzbar, um Angehörige, Nachbarn, Geschäftsleute für die Bedürfnisse von demenziell veränderten Menschen zu sensibilisieren und Empathieprozesse anzuregen. Menschen mit Demenz leben mit uns gemeinsam im Dorf oder Stadtteil, besuchen Geschäfte, Arztpraxen, Gaststätten. Hierfür wird ein best practice Beispiel u. a. mit Filmausschnitten gezeigt und diskutiert.

Sie haben die Möglichkeit, sich folgende Kompetenzen zu erarbeiten:

  • Die Marte Meo Methode anhand ausgewählter Filmbeispiele (Marte Meo Präsentationsfilme wie Filmbeispiele aus der Arbeit mit alten Menschen) kennen lernen,
  • die Bedeutung der Marte Meo Elemente ‚Wahrnehmen‘, ‚Folgen‘ und ‚Benennen‘ einschätzen,
  • ressourcenorientierte Entwicklungsschritte identifizieren und unterstützen,
  • das Element ‚Positiv leiten‘ in geleiteten Situationen erkennen,
  • die eigene professionelle Rolle in der Arbeit mit alten Menschen reflektieren,
  • anhand der Vorstellung des Projektes „Demenzfreundliches Stadtteil mit Marte Meo“ den Transfer ins eigene Arbeitsfeld herstellen.

 

Kurs-Nr. 18 E 25
Marte Meo, gut leben – gut arbeiten
die ressourcenorientierte Kommunikationsmethode Marte Meo im Umgang mit demenziell erkrankten älteren Menschen

Referent: Christoph Venedey
Termin: Freitag, 05. Oktober 2018, 10:00 – 18:00 Uhr
Umfang: 8 Einheiten
Anmeldung bitte bis: 31. August 2018
Zielgruppe: Heilpädagoginnen, Heilpädagogen und andere pädagogische Fachkräfte
Teilnehmerzahl: 20
Unterkunft: ist nicht in den Kosten enthalten
Verpflegung: Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort: Essen
Kosten:
BHP Mitglieder 160,00 € | bis 01.07.2018: 150,00 €
Nichtmitglieder 195,00 € | bis 01.07.2018: 185,00 €