Lehre für Lehrende

Heilpädagogische Ausbildung braucht heilpädagogische Professionalität!

Lehrende an Fach- und Hochschulen für Heilpädagogik haben die Aufgabe, die Studierenden so in ihren Lern- und Bildungsprozessen zu begleiten, dass diese heilpädagogische Wissens-, Methoden-, Handlungs- und Personalkompetenzen entwickeln und zu einer eigenen heilpädagogischen Berufsidentität zusammenführen. Vorherige praktische Erfahrungen in der Tätigkeit mit Menschen mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen müssen so dekonstruiert werden, dass sie sich nicht schädigend auf die professionelle Identität auswirken, sondern als Ausgangslage für eine Vertiefung und Erweiterung von Professionalität anerkannt werden.

Für diese besondere Aufgabe ist ein stets aktuelles Fachwissen notwendig, das ergänzt wird durch ein Reflexionsforum, dem die speziellen Herausforderungen bekannt und vertraut sind, so dass gegenseitige Unterstützung wirksam werden kann.

Die EAH hat speziell für die Zielgruppe der Lehrenden als ergänzende Unterstützung Weiterbildungen entwickelt, die aktuelles heilpädagogisches Fachwissen so aufbereiten, dass es im eigenen Unterricht genutzt werden kann. Besonderen Gewinn können die Teilnehmenden dadurch erfahren, dass Lehrende aus allen Bundesländern angesprochen sind, so dass ein Austausch über die Grenzen des eigenen Bundeslandes hinweg erfolgen kann.
Da nur Lehrende zugelassen sind, ist für Austausch in einem geschützten Rahmen gesorgt.

 

 

Weiterbildungsveranstaltungen für Lehrende 2018

  • ICF im und für heilpädagogisches Handeln | 18 LL 1
    Die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) wurde durch die Weltgesundheitsorganisation entwickelt, um eine einheitliche Sprache für Leistungsnehmer, Leistungserbringer und Leistungsträger über den Unterstützungsbedarf der betroffenen Person und mögliche Maßnahmen zu finden. In der ICF wird von einem bio-psycho-sozialen Modell von Behinderung ausgegangen, auf das die UN-Behindertenrechtskonvention zurückgreift und auf dem sie basiert. Mit ...

  • Die Kunst, eine Lerngruppe und mich selbst zu leiten | 18 LL 2
    Lebendiges Lehren und Lernen mit TZI Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) hat sich als Grundlage für Lehren und Lernen an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen seit vielen Jahren bewährt, da die beteiligten Systeme in ihren Intentionen und Zielen gleichwertig miteinander in Verbindung gebracht werden. Die TZI gehört zu den bedeutenden und meist angewandten Methoden der professionellen Arbeit mit Einzelnen, ...

  • Einführung in die Personenzentrierte Teilhabeplanung | 18 LL 3
    Das neue Bundesteilhabegesetz ist zum 01.01.2017 in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz sollen die gesellschaftliche Teilhabe und die Personenzentrierung für Menschen mit Behinderung ein neues Gewicht bekommen. Dies erfordert ein Umdenken und sowohl die Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung als auch Beratungsangebote bedürfen neuer personenzentrierter Konzepte. Das Entwickeln personenzentrierter Leistungen und die Begleitung in personenzentrierten ...

  • „Durch die rechtliche Brille“: | 18 LL 4
    Soziale Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen In den Sozialgesetzbüchern der Bundesrepublik Deutschland finden sich u. a. die Rahmenbedingungen heilpädagogischen Handelns. In Ausbildung und Studium zur Heilpädagogin wird das wichtige Ziel verfolgt, den Studierenden diese Rahmenbedingungen zu vermitteln und somit das advokatorische Eintreten für die Rechte von Menschen mit Beeinträchtigungen und (drohenden) Behinderungen zu ...