Die International Classification of Functioning, Disability and Health (ICF) wurde durch die Weltgesundheitsorganisation entwickelt, um eine einheitliche Sprache für Leistungsnehmer, Leistungserbringer und Leistungsträger über den Unterstützungsbedarf der betroffenen Person und mögliche Maßnahmen zu finden. In der ICF wird von einem bio-psycho-sozialen Modell von Behinderung ausgegangen, auf das die UN-Behindertenrechtskonvention zurückgreift und auf dem sie basiert.

Mit der Verabschiedung des Bundesteilhabegesetzes im Dezember 2016 ist die ICF- bzw. Teilhabeorientierung bindend für die Hilfebedarfsermittlung in Deutschland geworden. Demzufolge müssen Instrumente der Hilfebedarfsermittlung neu betrachtet, ggf. neue Instrumente entwickelt werden. Diese Frage stellt sich ebenso für Verfahren der Heilpädagogischen Diagnostik, da aus diesen ebenfalls Hilfebedarfe abgeleitet werden (können).

Im Rahmen der Weiterbildung werden am ersten Tag Grundlagen der ICF (Intention, Aufbau, Kodierungen) vermittelt und Umsetzungsmöglichkeiten in Förder- und Handlungsplanung diskutiert. Dies geschieht auf der Basis der UN-Behindertenrechtskonvention.

Der zweite Tag dient der Erörterung und Reflexion der ICF für die Heilpädagogische Diagnostik bzw. für heilpädagogisches Handeln allgemein. Aus diesem Grunde ist die Weiterbildung mit zwei Referentinnen für die je unterschiedlichen Schwerpunkte besetzt.

 

Kurs-Nr.: 18 LL
ICF im und für heilpädagogisches Handeln

Referentinnen: Prof. Dr. Marianne Hirschberg | Ulrike Seyfang
Termin: Donnerstag, 19. April 2018, 10:00 – 18:00 Uhr | Freitag, 20. April 2018, 09:00 – 12:30 Uhr
Umfang: 12 Einheiten
Anmeldung bitte bis: 16. März 2018
Zielgruppe: Lehrende an Fach- und Hochschulen der Heilpädagogik
Unterkunft: ist nicht in den Kosten enthalten
Verpflegung: Mittagessen und Getränke sind in den Kosten enthalten
Veranstaltungsort: Hannover (a)
Kosten:
BHP Mitglieder 240,00 € | bis 01.01.2018: 225,00 €
Nichtmitglieder 305,00 € | bis 01.01.2018: 290,00 €